IMAGO. Forschungsverbund Kunstpädagogik
Kunst. Pädagogik. Didaktik.

SONSTIGE PUBLIKATIONEN

Im Zusammenhang der Forschungsarbeiten des Verbundes entstehen ständig auch Publikationen verschiedener Mitarbeitender, die bei anderen Verlagen erscheinen – oder von den Autoren auch schon vor der Gründung des Forschungsverbundes publiziert wurden, aber relevant für die Arbeit waren und sind.

Alexander Glas/Jochen Krautz/Hubert Sowa:

Didaktik des Kunstunterrichts. Ein Lehrbuch für Studium und Praxis.

Stuttgart 2023, 299 Seiten mit 123 Abb.


Kunstunterricht steht vor der komplexen Aufgabe, jungen Menschen Bildungserfahrungen im Feld von Kunst und visueller Gestaltung zu eröffnen. Einen besonderen Stellenwert haben neben zeitgenössischen Formen wie Filmen und Grafik-Design historisch begründete Kulturtechniken wie Zeichnen, Malen, plastisches Gestalten und viele mehr. Ausgehend von den Bildungszielen und ihren Begründungen in allgemeinpädagogischen Diskursen spannen die Autoren den Bogen über die konkrete Didaktik der einzelnen Gestaltungsbereiche bis hin zu Unterrichtsplanung und Methodik. Beginnend beim Vorschulalter bis hin zur Jugendzeit wird eine Kunstdidaktik in ihrer gesamten Breite für alle Schulformen entwickelt. Anhand zahlreicher Beispiele bietet dieses Buch somit eine grundlegende und praxisorientierte Einführung in die Möglichkeiten der kunstdidaktischen Anwendung.


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Monika Miller/Sven Sauter/Olga Bonath (Hrsg.)

Urbaner Raum und Mobilität. Kunst-Sommercamp 2023 für bildnerisch begabte Kinder und Jugendliche.

München 2023, 250 Seiten


Im Sommer 2023 fand vom 31. Juli bis 4. August das achte Kunst-Sommercamp für künstlerisch begabte und interessierte Schülerinnen und Schüler der Klassenstufen drei bis 13 an der Pädagogischen Hochschule Ludwigsburg statt. 200 Kinder und Jugendliche aller Schularten und Studierende des Faches Kunst arbeiteten in einwöchigen Workshops intensiv zusammen. Leitend war das übergeordnete Thema „Urbaner Raum und Mobilität“, wodurch nicht nur bildnerische Begabungen vertieft wurden, sondern auch eine inhaltliche Tiefe entstand. Stets präsent war der Blick auf das Könnenwollen, das Lernen und auf die Förderung von den individuellen Begabungen der Heranwachsenden.


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Jochen Krautz:

Bilder von Bildung. Für eine Renaissance der Schule

München 2022, 152 Seiten, durchgehend illustriert


Was macht den Kern von Schule aus? Danach fragt dieses Bilder-Buch, welches anhand von Kunstwerken und Fotografien zentrale Begriffe, Prinzipien und Momente von Schule und Unterricht herausarbeitet. In klarer Sprache mit lakonisch knappen Texten formuliert es essentielle Bausteine einer echten und das heißt: humanen Bildung.


Jede Doppelseite besteht aus einem Bild und einer kurzen, prägnanten Reflexion. So entsteht eine überfällige und zugleich wirkungsvolle Refundierung dessen, was in Zeiten eines grassierenden Bildungsreformwahns in Vergessenheit gerät: Gute Schule vermittelt keine Wissensdaten, sondern ermöglicht einen Zugang zum Verstehen.

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Monika Miller/Sven Sauter/Olga Bonath (Hrsg.)

Begegnung. Kunst-Sommercamp 2022 für bildnerisch begabte Kinder und Jugendliche.

München 2022, 170 Seiten


Im Sommer 2022 fand vom 1. bis 5. August das siebte Kunst-Sommercamp für künstlerisch begabte und interessierte Schülerinnen und Schüler der Klassenstufen drei bis 13 an der Pädagogischen Hochschule Ludwigsburg statt. 140 Kinder und Jugendliche aller Schularten und Studierende des Faches Kunst arbeiteten in einwöchigen Workshops intensiv zusammen. Das Angebot umfasste das Zeichnen von Portraits und Comics, die figürliche Malerei, Plastizieren mit Ton, Holzbildhauerei, fotografische Gestaltung und Gestalten im Makerspace. Auch im Bereich Trickfilm, Scherenschnitt und Druckgrafik konnten sich die Schülerinnen und Schüler ausprobieren. Leitend war das übergeordnete Thema „Begegnung“, wodurch nicht nur bildnerische Begabungen vertieft wurden, sondern auch eine inhaltliche Tiefe entstand. Stets präsent war der Blick auf das Könnenwollen, das Lernen und auf die Förderung von den individuellen Begabungen der Kinder und Jugendlichen. Das Kunst-Sommercamp endete mit einer großen Werkschau. Die künstlerische Arbeit der Kinder und Jugendlichen wird in diesem Jahr erneut mit einer Publikation gewürdigt.

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Monika Miller/Sven Sauter/Olga Bonath (Hrsg.)

Kunst-Sommercamp 2021 an der Pädagogischen Hochschule Ludwigsburg.

München 2022, 115 Seiten


Im Sommer 2021 fand vom 2. bis 6. August das sechste Kunst-Sommercamp für künstlerisch begabte und interessierte Schülerinnen und Schüler der Klassenstufen drei bis 13 an der Pädagogischen Hochschule Ludwigsburg statt. 120 Kinder und Jugendliche aller Schularten und Studierende des Faches Kunst arbeiteten in einwöchigen Workshops intensiv zusammen. Das Angebot umfasste das Zeichnen von Portraits und Comics, die figürliche Malerei, Plastizieren mit Ton und ebenfalls fotografische Gestaltung sowie Cyanotypie. Auch im Bereich Trickfilm, Scherenschnitt und konstruktivem Bauen konnten sich die Schülerinnen und Schüler ausprobieren. Leitend war das übergeordnete Thema „Mensch und Natur“, wodurch nicht nur bildnerische Kompetenzen vertieft wurden, sondern auch eine inhaltliche Tiefe entstand.
Stets präsent war der Blick auf das Könnenwollen, das Lernen und auf die Förderung von den individuellen Kompetenzen der Kinder und Jugendlichen. Das Kunst-Sommercamp endete mit einer großen Werkschau. Ebenfalls wird die künstlerische Arbeit in diesem Jahr erstmalig mit diesem Katalog gewürdigt.

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Monika Miller/Christiane Schmidt-Maiwald (Hrsg,):

Didaktik des räumlichen Zeichnens – gestaltungsdidaktische Forschung und Praxis.

Bielefeld 2022, 312 Seiten, 206 Abbildungen


Die Lehrpläne aller Bundesländer in Deutschland beinhalten für alle Schularten etwa im achten Schuljahr das Erlernen zentralperspektivischer Raumkonstruktion. Dennoch findet dieses Raumdarstellungssystem selten Eingang in jugendliche Ausdrucksform.

Das vorliegende Buch analysiert die Ursachen dieses Problems und stellt abgestimmte Methoden der Raumdarstellung für den Einsatz im Unterricht vor. Die Publikation versteht sich als forschungsbasiertes didaktisches Lehrbuch, das dem nachhaltigen Erlernen und Lehren von räumlichen zeichnerischen Darstellungsmöglichkeiten auf der Fläche gewidmet ist. Mit der Problemanalyse, der Auswertung der Forschungsergebnisse und den abgestimmten Methoden richten sich die Autorinnen explizit an Kunstpädagog:innen, Lehrkräfte und Studierende.

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Matthias Traugott Meier:

Verbildlichte Religion. Bild und Bilddidaktik im christlich-islamischen Dialog.

Paderborn 2021 (Kultur und Bildung, Band: 21), XXII + 340 S. mit 29 Abb.


Religion lebt in Bildern. Bilder stiften Gemeinschaft. Gleichzeitig ziehen Bilder Grenzen zwischen Menschen. In diesem Spannungsfeld erforscht die vorliegende Arbeit Kriterien eines angemessenen Umgangs mit religiöser Bildlichkeit in interkulturellen und interreligiösen Lernsituationen. 


Diese interdisziplinäre Forschungsarbeit im Schnittbereich von Religions- und Kunstpädagogik analysiert die Bedeutung verbildlichter Religion für das interkulturelle und interreligiöse Lernen zwischen Menschen christlicher und islamischer Prägung. Dazu untersucht der Autor zentrale Verbildlichungen des Christentums und des Islams vor dem Hintergrund imaginationstheoretischer und bildwissenschaftlicher Erkenntnisse und im Abgleich mit religionspädagogischen und kunstpädagogischen Bildumgangskonzepten. Darauf aufbauend entwickelt er Grundlagen einer interkulturellen und interreligiösen Bilddidaktik und legt dar, welchen Beitrag Religions- und Kunstpädagogik zu einem mündigen Umgang mit kulturellen Figurationen im Allgemeinen und mit religiösen Verbildlichungen im Speziellen leisten können.


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Jochen Krautz:

Kunstpädagogik. Eine systematische Einführung.

Paderborn 2020, 184 Seiten


Was macht Kunstpädagogik aus? Was sind ihre Grundlagen und Ziele? Warum gehört Kunstunterricht zur schulischen Bildung? Und was soll und kann er leisten? Diese Einführung in die Kunstpädagogik bietet eine strukturierte, schulformübergreifende Übersicht und erläutert zusammenhängend alle wichtigen Begriffe, Theorien und Fragen. Beispiele aus Kunst und angewandter Gestaltung, kindlicher und jugendlicher Gestaltungspraxis sowie dem Unterricht erleichtern das Verständnis.

Aus dem Inhalt: Themen und Gegenstände der Kunstpädagogik – Menschenbild und Bildungsverständnis – Begründungen und Ziele – Wahrnehmen, Vorstellen, Darstellen – Inhalte, Gestaltung, Handwerk – Lernen: Freude, Können, Kreativität – Kunstdidaktik am Beispiel – kunstpädagogische Forschung.


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Daniel Ricci:

Kunstdidaktik zwischen fachlicher Bildung und Lebensbewältigung. Impulse zur Planung, Durchführung und Analyse von Kunstunterricht im Förderschwerpunkt emotionale und soziale Entwicklung.

Bad Heilbrunn 2020, 330 Seiten


Biografien von Kindern und Jugendlichen im Förderschwerpunkt emotionale und soziale Entwicklung kennzeichnen sich häufig durch vielfältige Erfahrungen von Gewalt, Verlust und Vernachlässigung. Derartige Erfahrungen führen zu einer gesteigerten Vulnerabilität und Vulneranz der jungen Menschen, die sich auch in schulischen Lehr-Lernprozessen ausdrückt. Deshalb übersteigt in der Praxis die Gestaltung von Kunstunterricht für diese Zielgruppe rein fachdidaktische Fragestellungen: Die Kunstdidaktik muss sich mit den sonderpädagogischen Spezifika auseinandersetzen, die dieser Förderschwerpunkt aufwirft. Neben fachlicher Bildung und Entwicklungsförderung ist dabei der Aspekt der Lebensbewältigung zu fokussieren. Im Fach Kunst liegt zudem ein konstruktives Potenzial für die Erziehung und Bildung dieser Schülerinnen und Schüler. Bislang wurde dieses interdisziplinäre Forschungsfeld in der Kunstpädagogik jedoch wenig bearbeitet. Mit den Ergebnissen dieser Arbeit wird eine modellhafte kunstdidaktische Theorie vorgelegt, die darauf zielt, die Unterstützung und Stärkung von psychosozial beeinträchtigten Kindern und Jugendlichen in ihrer fachlichen Bildung und Lebensbewältigung zu ermöglichen.


ISBN 978-3-7815-2424-8


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Benjamin Miller

Imagination und fachliches Lernen. Zur Bedeutung von Imagination und Alltagsphantasien in Lernprozessen. Didaktik in Forschung und Praxis, Band 100

Hamburg 2019, 312 Seiten


Welche Rolle spielen Imaginationen, Vorstellungen oder innere Bilder in fachlichen Lernprozessen? In „Imagination und fachliches Lernen“ zeigt Benjamin Miller: Mit Imaginationen können unbewusste, intuitive und implizite Faktoren des Lernens stärkere Berücksichtigung in fachlichen Lernprozessen finden. Der Autor arbeitet heraus, dass und wie Imaginationen Ausdruck der Beziehung zwischen Person und Sache sind. Sie ermöglichen einen konkreten Ansatzpunkt, fachliches und persönlichkeitsstärkendes Lernen zu fördern. Die Thematik des Buches wird auf vier Ebenen behandelt: Erstens auf der theoretischen Ebene, zweitens auf der konzeptionellen Ebene, drittens auf einer pragmatisch-pädagogischen Ebene sowie viertens auf der empirischen Ebene. So gelingt es, den theoretischen Hintergrund für eine imaginationszentrierte Didaktik vorzustellen, aus dem heraus pädagogisch-didaktische Konkretisierungen entwickelt werden. Lehrende, Pädagogen und psychologisch Interessierte finden in diesem Werk fundiertes Wissen und konkrete Ansatzpunkte für die imaginationsbasierte Arbeit mit Lernenden.


ISBN 978-3-339-10836-4 (Print) / ISBN 978-3-339-10837-1 (sBook)

Dagmar-Beatrice Gaedtke-Eckardt/Monika Miller/Volker Schubert/Blanka Sophie Siebert/Reinhard Spieler (Hrsg.)

Zeichnen als Kulturtechnik

München 2017, 276 Seiten


In dem durch den Bildungsauftrag der Schule und die allgemeine Schulpflicht gesetzlich abgesteckten Rahmen scheint das Zeichnen nicht recht zu passen. In Verbindung mit Schule ist die Assoziation zum Kunstunterricht naheliegend – selbst wenn das Zeichnen kaum als dominante Komponente dieses Schulfachs zu bezeichnen ist. In dieser verengten, auf ein Fach bezogenen Form ist Zeichnen eine reine Technik. Zeichnen als Kulturtechnik muss weit darüber hinausreichen, muss wie die anderen Kulturtechniken übergeordnete und übergreifende Funktion besitzen.


Mit den Beiträgen in dieser Publikation sollen einige Funktionen des Zeichnens verdeutlicht werden.


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Ulf Abraham/Hubert Sowa:

Bild und Text im Unterricht. Grundlagen, Lernszenarien, Praxisbeispiele.

Seelze 2016, 198 Seiten.


Texte und Bilder gehen in den Medien und in der Schule Symbiosen ein, die in unterrichtspraktischer Hinsicht deutlich besser thematisiert werden sollten, als das lange Zeit geschehen ist. Der Praxisband beschreibt, was beim „Lesen“ von Bildern geschieht und was sich beim Lesen von Texten an Vorstellungs­bildung im Kopf des Lesers abspielt.
Wie Texte und Bilder 'sprechen' – also ihre je eigene kommunikative Leistung – wird ebenso dargestellt wie die Text- und Bilderlektüre als die je eigene kognitive und emotionale Heraus­forderung. Dabei wird das Angewiesensein der Bilder auf Sprache und der Texte auf Bilder betont. In unterrichtspraktischem Interesse werden verschiedene Möglichkeiten entwickelt, wie Bild und Text aufeinander­treffen können:
Übersetzung sinnlicher Wahrnehmung in Text und Bild,
Übersetzung von Text in Bild(er), und von Bild(ern) in Text.
Die schulische Fächertrennung erweist sich in diesem Zusammenhang als eher hinderlich. Ein umfangreiches Kapitel mit Unterrichtsbeispielen, die Rezeption und Produktion abdecken, konkretisiert den Umgang mit Text-Bild-Symbiosen einerseits im Deutsch-, v.a. im Lese- und Literaturunterricht, anderseits im Kunstunterricht.


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Monika Miller

Zeichnerische Begabung. Indikatoren im Kindes- und Jugendalter

München 2013, 465 Seiten


Die Arbeit widmet sich der Suche nach bestimmten Merkmalen für zeichnerische Begabung bei Kindern und Jugendlichen. Im Fokus steht die Fähigkeit ›Zeichnen-Können‹. Sie ist im Bereich der Kunsttheorie und -psychologie, insbesondere der Theorie der bildnerischen Ontogenese, sowie der Theorie der bildnerischen Begabung angesiedelt. Bis jetzt sind die Arbeiten in diesem Grenzfeld verschiedener Fachdisziplinen selten. Das Problemfeld der zeichnerischen Begabung wird sehr grundlegend und umfassend aufgezeichnet. Es werden einerseits die historischen, bislang meist unbekannten Forschungsarbeiten bilanziert und differenziert dargestellt. Andererseits wird der aktuelle Forschungsstand mit seinem Schwerpunkt in dem anglo-amerikanischen Sprachraum sehr gründlich zusammengefasst.


Von den Forschungsansätzen der Pioniere der Begabungsforschung ausgehend werden dann anhand einer Kategorienbildung verschiedene Typen und Indikatoren der zeichnerischen Begabung vorgestellt. Dabei wird auch der Begriff der ›bildnerischen Begabung‹ differenziert ausgeführt, wobei jedem Definitionsaspekt verschiedene theoretische Positionen kritisch vergleichend gegenüber gestellt werden. Diese beziehen sich auf Typen der bildnerischen Begabung sowie auf folgende Indikatoren: (1) akzelerierte Entwicklung, (2) frühreife zeichnerische Begabung, (3) ausgeprägte visuelle Aufmerksamkeit, (4) Gedächtnis für Bilder, (5) Nutzen von Bildvorlagen, (6) Interesse an Tiefenraum, (7) Zeichnen aus der Vorstellung, (8) Imaginationsfähigkeit, (9) Interesse an präferierten Themen sowie (10) Motivation als Gestaltungsmotor.


Die Publikation wird damit den derzeitigen Bestrebungen, Begabungen frühzeitig zu erkennen und zu fördern, um die individuellen Kompetenzen zu stärken, gerecht und formuliert Anforderungen an kunstpädagogisches Handeln.


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Sarah Fröhlich, Hubert Sowa (Hrsg.):

Bildung der Imagination (Band 4): Verkörperte Raumvorstellung – gestaltungsdidaktische Praxis und Forschung.

Oberhausen 2018, 608 Seiten.


Wie lässt sich körperhaft-räumliches Gestaltungskönnen lehren? Wer räumliche Objekte gestalten kann (Bauten, Skulpturen, Apparate, Kleidungsstücke usw.), der entwickelt dabei bestimmte räumliche Vorstellungsstrukturen. Wer dieses Können durch Lehre an andere weitergeben will, der muss fähig sein, es so zu analysieren und in Vorstellungs- und Handlungsoperationen zu zerlegen, dass es ein Lernender verstehen und nachvollziehen kann. Insofern liegt der Schlüssel zum wirksamen didaktischen Denken im Sich-selbst-Verstehen und Explizieren von Können für andere.
Das vorliegende Buch ist die erste systematische Darstellung der Didaktik der räumlichen Gestaltung seit vielen Jahrzehnten. Die komplexen Vorstellungs- und Könnensstrukturen der wichtigsten Domänen des körperhaft-räumlichen Gestaltens werden in vier kunstdidaktischen Beispielfeldern dargestellt: plastisches Formen, skulpturale Verfahren, konstruktives Bauen und Montieren, keramisches und textiles räumliches Gestalten. Dabei werden auf jede Domäne bezogen die je spezifischen Vorstellungs- und Darstellungsstrukturen und die daraus abgeleiteten didaktischen Strukturen aufgezeigt.
In neuen und wegweisenden Unterrichts- und Lernforschungen werden Erkenntnisse vermittelt, die die bisher nur relativ ungenauen kunstpädagogischen Vorstellungen von den Lernwegen des körperhaft-räumlichen Darstellens erheblich verbreitern und vertiefen. Zusammen mit dem interdisziplinär angelegten Vorgängerband ist ein Kompendium heutiger Gestaltungsdidaktik im dreidimensionalen Bereich entstanden, das auch Brücken schlägt zwischen den freien und angewandten Künsten.
Der Band enthält Beiträge von Matthias Börner, Marisa Caccavale, Novella Castiglioni, Andreas Fries, Alexa Groll, Sarah Fröhlich, Hans Dieter Junker, Lena Hermann, Olga Kappler, Monika Miller, Karina Pauls, Susanne Reichle, Christiane Schmidt-Maiwald, Andreas Möller, Peter Schubert, Mona Sing, Hubert Sowa, Renate Stieber, Claudia Thumm, Theres Weber, Irini Zdraga.


ISBN (Print): 9783763969517


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Sarah Fröhlich, Hubert Sowa, Monika Miller (Hrsg.):

Bildung der Imagination (Band 3): Verkörperte Raumvorstellung – Grundlagen

Oberhausen 2017, 536 Seiten.


Körperhaft-räumliches Vorstellen ist vor allem im Bereich des Herstellens von Plastiken, Modellen, Geräten und Bauten nötig. Es ist ein wesentliches Betätigungsfeld u. a. der Arbeit von Handwerkern, Künstlern, Designern, Ingenieuren und Architekten - und oft kann der Laie die komplexen Leistungen der Raumvorstellung von Experten auf diesem Gebiet kaum begreifen. Körperhaft-räumliches Vorstellen ist signifikant verschieden vom zweidimensional-bildlichen Vorstellen. Die moderne Kognitionspsychologie hat dieses Vorstellungsfeld als einen zentralen Bereich menschlicher Intelligenz identifiziert, zerlegt und seine Komponenten mit Hilfe psychometrischer Messungen sogar zu quantifizieren versucht. Es erwies sich allerdings, dass das Vorstellen räumlicher und körperhaft-räumlicher Bezüge sehr viel komplexer ist und sich nicht wirklich in messbare Einzelkompetenzen auflösen lässt.Das vorliegende Buch ist der erste veröffentlichte Teil eines kunstpädagogischen Forschungsprojektes, das diesen Bereich des Vorstellungskönnens neu analysiert und unter dem Aspekt des Lernens thematisiert: Wie kommen Menschen dazu, körperhaft-räumlich vorzustellen? Wie kann dieses unglaublich komplexe Vorstellungskönnen erlernt werden? Wie bilden sich körperlich-räumliche Vorstellungen?
Das sind Fragen, die für die Kunstpädagogik wichtig sind Doch der in diesem Buch dokumentierte interdisziplinäre Rundblick zeigt: Auch andere Wissenschaftsdisziplinen haben hierfür elaborierte Antworten und Theorien vorgelegt. Sie weisen in dieselbe Richtung: Es sind vor allem körperhafte Entwurfs-, Herstellungs- und Gestaltungsprozesse, in denen sich basale wie komplexe Vollzüge des Raumvorstellens bilden und manifestieren. Und genau in diesen operationalisierten Vollzügen wird das räumliche Vorstellen auch seit Jahrtausenden gelehrt und erlernt.
Der interdisziplinäre Dialog wird im vorliegenden Band in wichtigen Aspekten zusammengefasst: 26 Autoren und Autorinnen aus verschiedenen Wissenschaftsfeldern werden mit ihren Forschungen in einen engen Zusammenhang gestellt - mit überraschenden Ergebnissen. Der folgende zweite Teil der Publikation wird sich den kunstpädagogischen Konsequenzen für eine Didaktik des körperhaft-räumlichen Vorstellens widmen.


Mit Beiträgen von: Katja Brandenburger, Daniel Burghardt, Matthias Dietzel, Sarah Fröhlich, Ulrich Gebhard, Ulla Gohl-Völker, Hannah Groninger, Klaudia Grote, Thomas Kistemann, Markus Krüger, Michael Leibbrand, Manuela Mehl, Stefano Mileci, Monika Miller, Irene Mittelberg, Marleen Salzer, Christiane Schmidt-Maiwald, Thomas H. Schmitz, Katharina Schneider, Uta Dorothea Schönhoff, Hubert Sowa, Franz Ullrich, Albert Ultsch, Hans-Jürgen Wagner, Christof Weber, Catherine Weinmann.


ISBN (Print): 9783763969500


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Alexander Glas, Hubert Sowa, Monika Miller (Hrsg.):

Bildung der Imagination (Band 2): Bildlichkeit und Vorstellungsbildung in Lernprozessen

Oberhausen 2014, 680 Seiten.


Die Autoren des Buches gehen von der Einsicht aus, dass Bildlichkeit und Vorstellungsbildung in schulischen Lernprozessen nicht nur eine instrumentelle Neben- und Übergangsrolle für die Ausbildung eines vorgeblich abstrakt-begrifflichen, naturwissenschaftlichen oder mathematischen Denkens spielen, sondern vielmehr als Ausgangspunkt, Weg und Ziel im Zentrum aller Lehr- und Lernprozesse stehen. Lehren heißt für Lehrende in allen schulischen Fächern: die Vorstellungen der Lernenden genau zu verstehen und gemeinsam mit den Lernenden an ihrer Fortentwicklung weiterzuarbeiten. Lernen heißt für alle Lernenden: sich die eigenen Vorstellungen zu verdeutlichen und sie in der Auseinandersetzung mit der Sache und mit den Lehrenden bewusst weiterzuentwickeln. Der Einleitungsteil des Buches präsentiert eine Reihe von Grundlagentexten zur Bildung von Vorstellungen aus den Feldern der allgemeinen Erziehungswissenschaften und der Philosophie mit Verbindungen zu einer Reihe von Bezugswissenschaften. Im zweiten Teil des Buches werden Beiträge aus verschiedenen schulbezogenen Fachdidaktiken vorgelegt. Ihr verbindendes Thema ist die Vorstellungsbildung. Deren Struktur und Dynamik wird nachgewiesen in den Bereichen Bildlernen, Sprachlernen, Lernen im Bereich der Sach- und Welterschließung sowie der Naturwissenschaften, mathematisches Lernen, Bewegungslernen, geschichtliches, religiöses und philosophisches Lernen.


Mit Beiträgen von: Ulf Abraham, Tobias Arand, Malte Brinkmann, Egbert Daum, Joachim Engel, Peter Fauser, Hans-Joachim Fischer, Raimund Girwidz, Alexander Glas, Ulla Gohl-Völker, Bernhard Grümme, Rüdiger Hein, Ulrich Heinen, Jörg Kessler, Constanze Kirchner, Jochen Krautz, Kerensa Lee, Gabriele Lieber, Laura Martignon, Roland Metzger, Monika Miller, Helmut Pape, Genea Pittman, Marcus Rauterberg, Markus Rehm, Caroline Roeder, Jost Schieren, Marcus Schrenk, Hubert Sowa, Roswitha Staege, Anke Thyen, Bettina Uhlig und Arne Wrobel.


ISBN (Print): 9783763968978


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Hubert Sowa (Hrsg.):

Bildung der Imagination (Band 1): Kunstpädagogische Theorie, Praxis und Forschung im Bereich einbildender Wahrnehmung und Darstellung.

Oberhausen 2012, 520 Seiten.


Bildung der Imagination (Band 1): Kunstpädagogische Theorie, Praxis und Forschung im Bereich einbildender Wahrnehmung und Darstellung.

Im Vergleich zu Wahrnehmungsfähigkeit und sachlichem, klarem Denken scheint 'Phantasie' kein wirklich greifbares und vernünftig begründbares Bildungsziel zu sein. So spielt sie häufig eher eine 'romantische' Rolle in Bildungskonzepten und wird mehr den Sphären des Spiels, der Kunst und der Kindheit zugerechnet als dem Bereich 'harter' Bildungsziele.
Das vorliegende Buch orientiert sich neu, indem es – gestützt auf viele Bezugswissenschaften – die tragende und durchgreifende Rolle der Imagination in allen Prozessen des Wahrnehmens, Denkens, Darstellens, Gestaltens, Sprechens, Verstehens und Handelns darlegt. Die hier vorgelegten Forschungsstudien belegen die Schlüsselstellung der Imagination für die Bildung an vielen Beispielen. Sie zeigen zugleich, dass Bildungsprozesse in der Entwicklung des imaginativen Denkens empirisch klar nachweisbar und auch didaktisch beeinflussbar sind.
Imagination erscheint in diesem Licht als Dreh- und Angelpunkt von Lernen, Verstehen, Wissen und Können und rückt dadurch in die Mitte der pädagogischen und didaktischen Theorie. Dies betrifft beispielsweise das kunstpädagogische Feld, in dem die hier vorgelegten Studien eine Wendung von der 'ästhetischen' zur 'imaginativen' Bildung nahe legen. Diese Wendung hat aber zugleich Bedeutung für alle anderen erziehungswissenschaftlichen Bereiche, in denen 'Lernen' unter dem Gesichtspunkt der 'Bildung der Imagination' ebenfalls präziser (und manchmal vielleicht anders) verstanden werden könnte.


Mit Beiträgen von: Susanne Blei, Tamara Böttner, Katja Brandenburger, Jana Milena Eisele, Jens Ulrich Eisert, Alexander Glas, Sarah Graham, Rebecca Keck, Petra Köninger, Jochen Krautz, Michael Leibbrand, Monika Miller, Juliane Oechsle, Patrycja Przybilla, Verena Schmid, Alexander Schneider, Uta-Dorothea Schönhoff, Hubert Sowa, Julia Sauermann, Carina Sucker, Bettina Uhlig und Kathrin Werner.


ISBN (Print): ISBN 978-3-89896-476-0

Jochen Krautz (Hrsg.):

Kunst, Pädagogik, Verantwortung. Zu den Grundfragen der Kunstpädagogik.

Oberhausen 2010, 281 Seiten


Kunst, Pädagogik, Verantwortung. Zu den Grundfragen der Kunstpädagogik.

Wem ist Kunstpädagogik zuvorderst verantwortlich: den Ansprüchen der Kunst, den Forderungen der Gesellschaft oder dem Bildungsbedürfnis des Menschen als Person? Wie wird Kunstpädagogik im Spannungsfeld von Kunst und Pädagogik ihrer Verantwortung gerecht? Wie kann sie andererseits zu einer Erziehung zur Verantwortung beitragen? Diese Grundfragen der Kunstpädagogik erörtern die Beiträge des Bandes, indem zunächst Verantwortung als zentrales Problem einer personal verstandenen Pädagogik thematisiert wird. Kunsttheoretische und philosophische Perspektiven erweitern diesen Fragehorizont auf die Kunst. Kunstpädagogische Problemlagen machen die Virulenz des Verantwortungsproblems deutlich, und theoretische Entwürfe unternehmen die konstruktive Grundlegung einer verantwortlichen Kunstpädagogik. Beispiele aus der Praxis zeigen, wie diesen Ansprüchen kunstpädagogischer Verantwortung in Schule und Hochschule entsprochen werden kann.


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Jochen Krautz:

Vom Sinn des Sichtbaren. John Bergers Ästhetik und Ethik als Impuls für die Kunstpädagogik am Beispiel der Fotografie.

Hamburg 2004, 400 Seiten.


Vom Sinn des Sichtbaren. John Bergers Ästhetik und Ethik als Impuls für die Kunstpädagogik am Beispiel der Fotografie.

Die Studie untersucht erstmalig John Bergers vielschichtiges Werk als Schriftsteller, Kunstkritiker, Ästhetiker, Fototheoretiker, politischer Essayist u.v.m. systematisch auf dessen Ästhetik und Ethik. Demnach soll Kunst immer auf Leben bezogen sein und Sinn aufzeigen, indem sie das Sichtbare als Teil einer Totalität erfahrbar macht. Sie kann dann dem „ontologischen Recht“ des Menschen auf Sinn gerecht werden. Kunst ist daher sozial gebunden und gerichtet.


John Bergers kritisch-humanistische Ästhetik und Ethik erweisen sich somit als implizit pädagogisch. Dieser Impuls wird genutzt, um eine Neubesinnung des kunstpädagogischen Diskurses anregen.


Zum einen werden vorhandene kunstpädagogische und -didaktische Konzepte dahingehend befragt, welchen Sinn sie dem Sichtbaren zumessen. Zum anderen verweist Bergers Denken auf die Notwendigkeit, Kunstpädagogik auf anthropologische Grundlagen zu fundieren, um dem Bedürfnis des Menschen nach Sinn zu entsprechen. Dann schöpft Kunstpädagogik ihr von John Berger nahegelegtes Potential aus: Sie kann Erfahrung initiieren und vermitteln, kann Empathie anregen und Hoffnung stiften, sie vermag sinnstiftend und persönlichkeitsstärkend zu wirken. Diese persönliche Affirmation bildet die Grundlage für die Entwicklung kritischen Bewußtseins und ermutigt gesellschaftliches Engagement. Kunstpädagogik kann so beitragen, die Individual wie Sozialnatur des Menschen zu entfalten.


Beides lebt Berger mit seinem Werk vor und stellt es mit ästhetischer Kraft vor Augen: Maß und Ziel sinn-voller Kunst ist der Mensch. Erfahrung, Empathie, Hoffnung und somit Sinn in gesellschaftlicher Verantwortung zu ermöglichen ist Aufgabe von Kunst wie ihrer Pädagogik.


Herausragendes Medium hierfür ist gemäß Berger die Fotografie, an welcher diese Zusammenhänge exemplarisch erörtert werden. Ein Unterrichtsbeispiel, das sich mit der Ausstellung „The Family of Man“ beschäftigt, konkretisiert die didaktische Theorie.


The Meaning of the Visible


John Berger’s Aesthetics and Ethics as Stimulus for Art Education Using Photography as an Example


This thesis represents the first systematic analysis of John Berger’s complex work as an author, art critic, aesthetician, theorist of photography, political essayist and much more to determine his aesthetical and ethical principles. According to Berger, art must always refer to life and give meaning by allowing what is visible to be experienced as part of a totality. Only then can art fulfil man’s ‘ontological right’ to meaning. As a consequence, art is tied to and oriented towards social values.


John Berger’s critical and humanistic aesthetics and ethics thus prove to be implicitly educational. This approach is used to provide stimulus for a reconsideration in the discourse on art education.


Existing concepts of art education and teaching methods are analyzed with respect to what meaning they give to the visible. In addition, Berger’s theory draws attention to the necessity to base art education on anthropological principles in order to meet man’s essential need for meaning. Only then can art education fulfil its potential according to John Berger: Art education is therefore able to initiate and impart experience, to stimulate empathy and create hope, it can provide meaning and encourage personality. This personal affirmation forms the basis for the development of critical thinking and promotes social involvement. Art education can therefore foster man’s social and individual nature.


Berger represents both aspects in his work and demonstrates them with aesthetic power: Man is the measure and goal of meaningful art. The purpose of art and art education is therefore to promote experience, empathy, hope, and thus meaning in the framework of social responsibility.


According to Berger, photography is an exceptional medium in this regard. It is used as an example here to examine the interrelationship between art, art education and meaning. This thesis’ proposed didactic theory is illustrated by means of a teaching unit based on Edward Steichen’s 1955 ‚Family of Man’ exhibition.


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Alexander Glas

Die Bedeutung der Darstellungsformel in der Zeichnung am Beginn des Jugendalters

Frankfurt am Main 1999, 332 Seiten.


Die Bedeutung der Darstellungsformel in der Zeichnung am Beginn des Jugendalters

Im deutschsprachigem Raum gibt es bisher nur wenig empirische Fachliteratur zur Entwicklung der Jugendzeichnung. Dieses Buch ist ein wichtiger Beitrag zur Grundlagenforschung über das bildnerische Geschehen im Übergang von der späten Kindheit zum Jugendalter. Mit Hilfe entwicklungs-, kognitions- und wahrnehmungspsychologischer Modelle wird das Bildverständnis in der Altersspanne zwischen 8 und 14 Jahren diskutiert und einer neuen Bewertung zugeleitet. Die empirische Studie stützt sich auf eine Analyse von 500 Kinder- und Jugendbildern und umfasst unter anderem den Wandel der formal-bildnerischen Voraussetzungen, die Veränderungen der intendierten Inhalte und Motive und den Stellenwert von Zeichenvorlagen und Vorbildern in der bildnerischen Entwicklung. Es zeigt sich, dass Jugendliche beim Zeichnen kein völlig neues Ausdruckssystem benutzen, sondern vielfach auf das in der Kindheit entwickelte Darstellungsrepertoire zurückgreifen. Prägend sind in hohem Maße die Erinnerungen an vorangehende Zeichnungen, die in Form von Darstellungsformeln immer wieder abgerufen werden.


ISBN 3-631-34628-X